Herzkatheteruntersuchung : Diagnostik der Herzkranzgefäße

Wann ist eine Herzkatheteruntersuchung notwendig?

  • Eine Untersuchung der Herzkranzgefäße (Koronarien) wird durchgeführt, wenn der Verdacht auf eine Durchblutungsstörung des Herzens besteht.
  • Typische Symptome, die auf eine solche Störung hinweisen können, sind:
    • Schmerzen im Brustkorbbereich (insbesondere bei körperlicher Belastung).
    • Schmerzausstrahlung in den linken Arm, in den Hals bis zum Unterkiefer oder in den Oberbauch.
    • Unerklärliche Luftnot oder Atemnot.
    • Neu aufgetretene Herzrhythmusstörungen.
  • Die Untersuchung ist besonders dann angezeigt, wenn zuvor durchgeführte Belastungstests (wie ein Belastungs-EKG, eine Myokardszintigrafie oder ein Kardio-MRT) erste Zeichen einer Durchblutungsstörung gezeigt haben.

Welche Behandlungsmethoden folgen auf den Befund?

  • Werden im Rahmen der Untersuchung Ablagerungen mit leichtgradigen bis maximal mittelgradigen Engstellen festgestellt, erfolgt eine gezielte medikamentöse Therapie.
  • Hierzu zählen in der Regel Medikamente wie ASS (100 mg) sowie eine Statintherapie zur effektiven Senkung der Blutfette, um das Fortschreiten der Ablagerungen zu verhindern.

Ablauf der Untersuchnung

  • Zugangsweg: Nach einer örtlichen Betäubung wird eine Arterie am rechten Handgelenk oder alternativ im Bereich der Leiste punktiert.
  • Untersuchung: Ein hauchdünner Plastikschlauch (Katheter) wird vorsichtig über die Blutbahn bis zu den Herzkranzgefäßen vorgeführt.
  • Darstellung: Durch die Gabe eines Kontrastmittels werden die Gefäße im Röntgenbild sichtbar gemacht, wodurch Engstellen und Ablagerungen sicher erkannt werden.